Wie das Synapsen-Seminar gelaufen ist

Veröffentlicht von Denis Domínguez am

Warum man seine Begeisterung nicht so früh aufgeben sollte

Vor ein paar Tagen habe ich während meiner Arbeit gegen 11:00 Uhr einen Anruf von der VHS-Verwaltung aus Bad Reichenhall erhalten. Nach der netten Begrüßung am Telefon, hat mir die Dame Folgendes mitgeteilt:
»Es haben sich nur 3 Teilnehmer für das Synapsen-Seminar angemeldet.«
»Was? Nur 3 Teilnehmer?«, wiederholte ich überrascht.
»Sollen wir den Termin absagen?«, fragte die Dame am anderen Ende.
»Nö! Das ist super!«, erwiderte ich.
»Es sind immerhin 3 Personen, die sich für das Thema dauerhafte Motivation interessieren«, ergänzte ich.
»… und das muss man würdigen. Außerdem kenne ich eine zusätzliche Person, die noch Interesse hat. Also es wären 4 Teilnehmer insgesamt. Ich habe nichts dagegen, trotz der geringen Anzahl an Teilnehmern das Seminar zu halten«, beendete ich meine Aussage.
»Ah, ok. Sehr gut. Das freut mich«, antwortete die nette Stimme am Telefon.
»Ich finde Ihre Einstellung gut. Denn es ist immer unangenehm, einen Termin abzusagen«, setzte die Dame fort.
»Abgemacht! Ich informiere die 3 Teilnehmer, dass das Synapsen-Seminar stattfinden wird.«

Wir verabschiedeten uns voneinander. Meine eigenen Synapsen fingen an sich mit dem Gedanken anzufreunden, bald vier neugierige Zuhörer auf dem Weg in die faszinierende Welt der dauerhaften Motivation zu begleiten und zu begeistern.

Die Begeisterung im Leben - Der MotivAteur

An dem Tag, an dem das Seminar stattfand, brauchte meine Frau das Auto. Und deswegen wurde ich von einer guten Freundin zu Hause abgeholt. Sie hat den Limousinen-Dienst nach Bad Reichenhall gern übernommen, weil sie das Ass in meinem Ärmel, um die Anzahl der Teilnehmer um eins zu erhöhen, war.

Auf dem Weg dorthin, war ich im Auto nicht so gesprächig. Ich war ein wenig nervös und wollte mich nur auf die kommenden Stunden konzentrieren. Eine Art Premiere für mich: Drei fremde Leute hatten Interesse an meinem Seminar. Langsam wurde es ernst. Durch meinen Kopf wandelten verschiedene Möglichkeiten, wie ein lässiger Anfang aussehen könnte oder was ich den Teilnehmern sagen sollte, um das Eis zu brechen und um peinliche Situationen zu vermeiden. Du weiß schon: Diese Momente, wo man glaubt die Situation unter Kontrolle zu haben, aber die Realität uns fast immer einen Strich durch die Rechnung macht: Lampenfieber-Episode und Co. Wie du schon weißt, bin ich ein sehr schüchternes Individuum und muss erstmal warm laufen. Trotz allem habe ich mir gedacht: »Was soll’s. Locker bleiben und abwarten, wie alles sich so entwickelt…«

Wer nicht wagt - Der MotivAteur

Am Ort angekommen, ließ mich meine Freundin aus dem Auto steigen, denn sie wollte zwei andere Personen, die ebenfalls mit uns gefahren waren, woanders kurz “abliefern”. Ich rannte die Straße entlang, ging in das Galerie-Gebäude des alten Feuerwehr-Hauses und sauste mit zwei kleinen Koffern – in denen sich das Zubehör für das Seminar befand – die Treppen hoch. Ich betrat den Raum und mit Hilfe des fleißigen Hausmeisters bereitete ich alles vor. Der Raum war groß genug und entsprach meinen Erwartungen.

Minuten später kamen die Teilnehmer herein: Meine Chauffeuse und 1, 2, 3, 4 weitere Personen.
»Ok«, dachte ich mir. »Wie schön, dass eine Person noch dazu gekommen ist.«
Kurz danach legten wir mit dem Vortrag los. Wenige Minuten später, kam eine sechste Person dazu. Ich hieß sie willkommen und bat sie herein, während ich die nächste Folie zeigte, um den Flow des Vortrags nicht zu unterbrechen.

Alles ging super. Das ist der Vorteil, wenn man mit motivierten Menschen arbeitet. Das Ganze läuft von allein. Bis die Tür plötzlich aufging. Fünf neue Gesichter betraten in Eile den Raum. Kurz dachte ich, dass sie sich vertan hätten und sie aus Versehen zu mir gekommen wären. Denn es fanden auch andere Kurse gleichzeitig statt. Doch eine der Damen hat das Zauberwort Synapsen gesagt und mir wurde klar: Super, die Werbung in der Zeitung hat doch zugeschlagen.

Das Synapsen-Seminar in der Zeitung

Ich bat sie ebenfalls Platz zu nehmen. Was sie rasch taten und wir konnten mit der Präsentation weiter machen. 11 Teilnehmer! Wow, mehr als ich erwartet hatte. Ich war richtig überrascht, wie viele Personen sich mit dem Thema Motivation beschäftigen und vor allem bereit sind, in ihrem Leben bald etwas zu verändern. Das Alters-Spektrum im Raum war bunt gemischt: bestimmt zwischen 22  und 70 Jahren: Eine Fest der Generationen.

Quelle: www.gwbi.de

Leute, es war der Hammer! Wir haben eine Menge Spaß gehabt und beschenkten uns reichlich mit neuen Ideen, Vorschlägen und Denkanstößen. Meinerseits: Ich habe den Abend genossen und war geehrt so viele motivierte Menschen in meinem Seminar haben zu dürfen. An dem Abend habe ich zweifellos viele neue Sachen über Menschen, ihre Ziele und die Gründe ihrer Motivation gelernt.

Das Synapsen Seminar ® - Mentale Stärke durch Humor

Das Synapsen Seminar ® – Mentale Stärke durch Humor

Fazit

Das Synapsen-Seminar war wieder ein Erfolg. Und es lag nicht an mir, sondern an den tollen Menschen, die an dem Abend zusammen gekommen sind. Aber eine Frage lässt mir keine Ruhe: Was wäre passiert, wenn ich den Termin wegen der geringen Teilnehmerzahl abgesagt hätte?

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1 Kommentar

Ein kleiner Hügel hätte nicht gereicht | Ein Kubaner In Bayern · So 5. August 2018 um 12:38

[…] mich inspiriert, diesen Beitrag zu schreiben. Während ihrer Predigt entdeckte ich viele Parallelen in meinen eigenen Vorträgen wieder. Als sie über sich sprach, erwähnte sie Themen, die ich in vielen meiner Seminare mit […]

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